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Der Schatz von Neustadt ist
gehoben
500 Jahre ruhte
der „Schatz von Neustadt am Kulm“ angeblich in einem
Felsenkeller. Unter Mithilfe einiger Mitglieder des CSU
Ortsverbands wurde er jetzt von den Neustädter Kindern gehoben.
Im Rahmen des Ferienprogramms organisierten wir diese
Schatzsuche. Dazu hatten wir uns eine spannende Geschichte
ausgedacht.
In einem Felsenkeller am
Kulmrangen entdeckten die jungen Schatzsucher nach einer
spannenden Suche durch das Stadtgebiet eine riesige Truhe, die
mit Spielsachen gefüllt war. Als Belohnung für ihre Mühen wurden
diese dann an die Kinder verteilt. Im Rahmen des Ferienprogramms
hatte der CSU Ortsverband die Jugendlichen der Kulmstadt zur
Schatzsuche eingeladen. Unterstützung fanden die Organisatoren
dabei durch Bürgermeister Wolfgang Haberberger und den
Jugendbeauftragten des Stadtrats Alfons Foitzik.
Treffpunkt war der
Sitzungssaal des Rathauses. Exbürgermeister Rudi Lang hatte beim
Aufräumen im Rathaus in einer Schublade ein vergilbtes Dokument
gefunden, in dem von früheren Reichtümern der Kulmstadt
berichtet wurde. Erstellt wurde diese Urkunde am „14 Meyen anno
1554“, zur Zeit der Belagerung und Brandschatzung der Burgen auf
den beiden Kulmen. Der damalige Schlosskommandant auf dem Rauhen
Kulme, Wolf von Habenberge, beschrieb in dem Schriftstück die
damalige Katastrophe. Die Burg auf dem „Schlechten Kulm“ war
bereits zerstört, die Stadt „ausgeplündert und gebrandschatzet“
und jetzt belagerten die „schröcklichen Nürnberger“ auch noch
die Burg auf dem Rauhen Kulm. In seiner Not bat der Kommandant
einen Getreuen, die feindlichen Linien zu durchbrechen und dem
verbündeten Bayreuther Markgrafen zu übermitteln, dass die
Schätze der Kulmstadt den Nürnbergern auf keinem Fall in die
Hände fallen werden.
Zusammen mit diesem Hinweis auf
frühere Reichtümer fand Rudi Lang auch noch eine verschlossene
Kupferröhre. Sofort waren sich die Kinder einig, dass darin ein
Hinweis auf den Schatz versteckt sein musste. Zum Glück hatte
CSU Ortsvorsitzender Werner Ohla das zum Öffnen notwendige
Werkzeug, einen Rohrabschneider, dabei. Nach einer kurzen
Einweisung gelang es schließlich einem der Kinder, das Röhrchen
zu öffnen. Und tatsächlich befand sich darin ein weiteres
Dokument, der erste Hinweis zum „Schatz von Neustadt“.
Beschrieben war darin ein Fest, das sich vor einigen Jahren in
Neustadt am Kulm zugetragen hatte. Gemeint war hier das
Neustadt-Treffen im Jahre 2003. Die nächste Nachricht sollte
sich bei einem Punkt im Stadtgebiet befinden, an dem noch heute
an das damalige Großereignis erinnert wird. Mit Hilfe des
Computers des Bürgermeisters und des Internets fanden die Kinder
schließlich ein Bild, auf dem das Pflanzen einer Europalinde am
oberen Markt zu sehen war.
Jetzt waren die jungen
Schatzsucher kaum mehr zu bremsen und stürmten aus dem Rathaus.
Jeder wollte als Erster den nächsten Hinweis finden. Unter Laub
versteckt wurden sie nach einigen Minuten eifriger Suche auch
fündig. Triumphierend hielt ein Kind ein Metallröhrchen hoch,
ein ähnliches wie sie es schon im Rathaus gesehen hatten.
Mittels des Rohrabschneiders war es schnell geöffnet. Auf dem
darin eingerollten Schriftstück war ein Kupferstich zu sehen mit
den brennenden Schlössern auf beiden Kulmen. Dazu ein Bild eines
Vorhängeschlosses, ein Ungleichzeichen und das Wort „Rauher Kulm“.
Sofort war den gewieften Kids klar, dass sich der nächste
Hinweis auf dem Kleinen Kulm befinden müsse. Insgesamt mussten
sechs Aufgaben gelöst werden. So mussten die Kinder auch beim
ehemaligen Karmeliterkloster, der heutigen Stadtkirche, bei der
Stadtmauer und beim Bad suchen.
Dort überraschte Alex Roth zu
nächst mit erfrischenden Getränken. Im Anschluss wurde die
letzte Etappe in Angriff genommen. Der Hinweis auf den Schatz
„Die Sonne kann ihn nicht sehen und es herrscht fast immer die
gleiche Temperatur. Man sollte leise sein, denn sonst werden die
Fledermäuse gestört.“ war für die Kids kein Problem. Sofort war
es allen klar, dass hier nur ein Felsenkeller gemeint sein
konnte. Am Ziel angekommen wurde dann vorsichtig aber zunächst
erfolglos der nur schwach beleuchtete Keller abgesucht. Doch
dann wagten sich zwei Kinder in einen dunklen Raum. „Hier ist
was“, war aus der Dunkelheit zu hören und sofort tasteten sich
andere Mutige mit in die Nische. Nach einigem Poltern und
Rumoren schleppten sie schließlich eine riesige Kiste ans
Tageslicht. Enttäuschung kam auf, als sie feststellten, dass die
Schatztruhe verschlossen war. Hier wusste Rudi Lang Rat. Er
erinnerte sich, dass er im Rathaus einen riesigen Schlüsselbund
mit vielen Schlüsseln gesehen hatte.
Mit vereinten Kräften wurde die
riesige Kiste auf ein vorsichtshalber mitgebrachtes
Leiterwägelchen verladen und damit zum Platz oberhalb des
Rathauses transportiert. Groß war die Freude, als dann wirklich
einer der Schlüssel aus dem Rathaus passte. Die Truhe war bis
auf den Rand gefüllt mit Spielsachen. Als Belohnung für ihre
Mühen wurden diese dann an alle teilnehmenden Kinder verlost.
Werner Ohla bedankte sich bei allen Betreuern und vor allem bei
Rudi Lang, der die Geschichte von Neustadt am Kulm so originell
hingebogen hatte.
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